Mittwoch, 25. November 2009

Heirat?

Jeder kennt die Ehe. Es ist so eine Art Versprechen zwischen zwei Menschen, die zusammen bis ans Ende ihres Lebens zusammen bleiben möchten. In den meisten Fällen lebt man zusammen, hat Kinder und ist glücklich. So ist etwa das Bild eines Ehepaars. Die Vorstellung mit einem Partner bis ans Lebensende zu leben ist für viele eine sehr schöne. Der Hochzeitstag wird nicht umsonst als "schönster Tag meines Lebens" bezeichnet.
Aber stimmt diese Vorstellung heute überhaupt noch?
Geschichtlich gesehen entstand die Ehe aus den monotheistischen Religionen. In Deutschland hat die Ehe auch gesetzlich ihre Wurzeln aus dem Christentum. Selbst heute ist es Katholiken untersagt die Ehe zu brechen. Eines der zehn Gebote lautet, dass man die Ehe nicht brechen soll. (Aber das soll jetzt keine theologische Abhandlung werden, sondern nur zum Verständnis beitragen.) Die Statistik in Deutschland über gescheiterte Ehen ist jedoch ein Beweis für das Gegenteil. So gehen fast 50% aller geschlossenen Ehen in die Brüche. Daher kommt die Frage, ob die Ehe heutzutage überhaupt noch notwendig ist, wenn sie immer mehr gebrochen wird.

Ein Gegenentwurf zu dieser Lebensweise wäre z.B., dass man nicht heiratet. Logisch. Denn wenn man einen Partner wirklich liebt und den Rest des Lebens mit ihm zusammen bleiben möchte, wieso muss man es durch eine Ehe befestigen? Wenn diese Beziehung standhaft genug ist, dann kann sie auch bis zum Ende des Lebens halten. Und falls es nicht das Richtige sein soll, dann muss man das Eheversprechen nicht brechen, da erst gar keins aufgestellt wurde.

Würdet ihr also heiraten wollen, nur um diese jüdisch-christliche Tradition fortzuführen? Hättet ihr ein schlechtes Gewissen, wenn ihr einen Partner für das Leben gefunden habt, ihn aber nicht heiraten wollt? Sind wir in unseren Werten und Normen so sehr auf eine Heirat als Notwendigkeit fixiert, auch wenn wir nicht mehr dahinter stehen - was die Statistik beweist- ?

Der Vorteil einer Ehe ist heutzutage eigentlich nur noch gesetzlich zu sehen. Eine Lebensgemeinschaft hat viele Einsparungen bezüglich den Steuern. (Wobei man im Falle einer Scheidung so die Kosten für einen Anwalt wieder wett hat.)
Ist die Ehe heutzutage also nur noch ein Vorteil für unser Portmonais? Oder steckt vielleicht doch noch etwas hinter dieser Tradition?

Ich bin jedenfalls der Meinung, dass man es lassen soll, wenn man nicht 100% hinter diesen Normen und Werten steht. Das heißt, dass man nicht heiraten soll, nur weil man die Tradition erfüllen möchte, die andere (Eltern, Verwandte, Bekannte, Arbeitskollegen, usw.) uns aufbürgen. Wir sind freie Menschen und können frei entscheiden.
Wenn man sich also wirklich innig liebt, nicht heiraten möchte und trotzdem bis ans Lebensende zusammen bleibt, ist das meiner Meinung nach auch ok.

6 Kommentare:

  1. Hm
    Wir sind viets.
    Sehen wir die Ehe nicht etwas anderes?
    Die Ehe ist nur ein Schein, um zusammen zuleben können^^.
    Mir ist das egal.
    Aber nach eine lange Beziehung das Ja-Wort zu geben, ist was schönes.
    Da ist man aneinander gebunden.
    Vielleicht bin ich zu romantisch- aber eine Ehe sollte für mich auf ewig halten *Q*

    Sicherlich stellt man dann irgendwann fest, dass ist der Falsche.
    Aber man sollte auf keinen Fall zum dritten Mal heiraten -.-.

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  2. Bei einer Ehe gibt's 'ne richtig geile, fette Party ^^
    Warum also nicht? Man sollte nur nicht so dumm sein einen Ehevertrag abzuschließen

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  3. Ich würde auf jeden Fall mit Ehevertrag machen >D
    HOHOHOHO

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  4. Hm .___. Ich find, man muss ned unbedingt heiraten um der ganzen welt beweisen zu müssen, dass man sich liebt. Aba... bei einer Hochzeit werden eben freunde und familie eingeladen, torte und geschenke XDD außerdem steht man dann mit seinem liebsten im mittelpunkt, lässt es krachen und macht auch damit schöne erinnerungen ^^
    ich find hochzeiten eig. voll schön ^^
    Vllt heiraten auch viele aus diesem grund ;D

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  5. Angesichts der steigenden Scheidungsrate und dem anhaltenden Werteverfall bezüglich Traditionen würde ich bei einer Heirat auf jeden Fall einen Ehevertrag schließen. Die Güter, die man während einer Ehe erwirbt, werden einfach 50:50 geteilt. So gibt es keine rechtlichen Probleme.

    Ich denke, dass auf gesetzlicher Ebene etwas bezüglich dieser Problematik geändert werden sollte. Eine Neudefinition der Partnerschaft. Z.B. gelten bestimmte Regeln mit dem gemeinsamen Einzug in eine Wohnung, nur als Beispiel. Jedenfalls wäre dann diese nicht authentische Lebensweise mit der Ehe umgangen. Den Ritus des Ringeaustauschen kann man ja trotzdem beibehalten, um sich selbst dieser besonderen Verbindung zu einem Menschen bewusst zu werden. Es trägt ja einen symbolischen Charakter... dieses Ringtragen. Und ja, es ist wichtig für Menschen, dass sie bestimmte Riten und Traditionen beibehalten. Aber nicht authentisch nach ihnen zu leben hat nichts mehr mit freiem Denken zu tun, da durch Traditionen dieser Mensch in seinem Denken und Handeln zu stark determiniert ist.

    Also: solange keine neuen Gesetze geschaffen werden (was noch sehr sehr lange dauern kann), steigt die Scheidungsrate weiterhin, da Menschen sich im Gegensatz zu den Gesetzen viel schneller verändern (Traditionen müssen ja schon aus dem Begriff heraus immer hinterher hinken). Die Ehe verliert also auch ihren traditionellen Wert und somit auch immer mehr ihre Daseinsberechtigung.

    Bei Schaffung einer neuen Lebenszweckgemeinschaftsform könnte man genauso gut Party mit allen Drum und Dran feiern, sofern sich dieser Norm in den Köpfen der Menschen festgesetzt hat. Aber wie gesagt, wird dies wohl nie geschehen, oder erst in für uns unabsehbarer Zukunft.

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  6. hallo erstmal...., weiß gar nicht, ob es opportun ist, einen thread nach 2 jahren zu reanimieren, aber hey: here i am.
    @cuong: meinst du nich, dass du da etwas zu absolut rangehst, ich meine die ehe ist ja nicht zum selbstzweck enstanden, ihre entstehung is hinlänglich bekannt und ihre bestimmung eig. auch: im grunde eher progressives ziel: stärkung der rechte der frau, seis drum, dass is ein paar hundert jahre her, die paradigmen haben sich da sicher verschoben, heute gibts da andere mechanismen, aber tradition setzt sich nunmal fort...du hast mich dabei an ein zitat von marx erinnert, der meinte, das tradition ne große hemmende kraft sei, aber am ende unterliege, weil sie rein passiv ist... wusste gar nich, dass du auch sozi bist ;P
    sehe das nich ganz so, schließlich bedeutet tradition auch beständigkeit, nach der der mensch im grunde unentwegt strebt, man muss sie halt nur ab und an überwinden, um foran zu kommen, es gibt in der geschichte tausende beispiele dafür
    zurück zur ehe: selbst, wenn du die tradition ablehnst, ebenso wie die religion die sie hervorbrachte, sowie das gesamte anliegen der ehe, so bedenke aber auch, was macht die ehe mit dir!?
    diese frage des standesbeamten zwingt dich einfach mal dich zuentscheiden. diese entscheidung für oder gegen einen menschen ist kein zufall, kein schnellschuss, sondern ausnahmsweise eine im bestenfall sehr bewusste entscheidung
    da es heißt, dass man sich in der partnerschaft ohnehin iwann mal entscheiden muss, ist das doch die beste gelegenheit, weil sie die entscheidung auch vom partner abverlangt
    und du brauchst diese entscheidung für einen menschen im leben...iwann auf jeden fall

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