So.
Womit fange ich an?
Ich muss grad meinen Frust rauslassen. Frust? Oder eher Wut? Vielleicht beides.
Der Mensch besitzt durch seine große Hirnoberfläche die Fähigkeit sein Handeln gedanklich vorher zu planen. Er kann auch bestimmte Szenarien in Gedanken simulieren. Er kann sich die Folgen bestimmter Handlungen schon vorher absehen und logisch schlussfolgern. Er kann auch über sein eigenes Handeln reflektieren. Kurz: der Mensch kann denken.
Nichts Neues.
Er machts nur nicht immer.
Auch nichts Neues.
Da gibt es ja noch diese sogenannten Instinkte, Gefühle und Triebe.
Immer noch nichts Neues.
Und dass sich diese beiden Seiten oftmals nicht vertragen ist auch schon desöfteren gesagt wurden.
Aber was mich grad dazu treibt diesen Eintrag zu tätigen, ist eine bestimmte menschliche Eigenschaft, die jedem gegeben ist.
Zuerstmal folgendes Szenario, das sich soeben abspielte.
Abendessen, alle an einem Tisch.
Ich soll von einem Gericht mehr holen.
Zu Ungunsten meines Vaters wollte ich noch den Schüsselzug aufessen und dann erst das Gericht, wovon noch etwas vorhanden war, holen. Eigentlich zeitlich perfekt.
In diesen zehn Sekunden ist mein Vater aber anscheinend verhungert und er schrie mich an, dass ich das Essen holen sollte. Nun, da meine Schwester es aus guter Laune heraus schon vor mir tat, meinte ich zu meinem Gegenüber, dass die Aggression auch nichts bringt. Lautstark entgegnete er mir, dass ich den Mund halten soll. Ich säße den ganzen Tag nur und habe es viel besser als sie es damals hatten.
Da habe ich mir in dem Moment überlegt, ob ich ihnen nun etwas entgegenstelle. Aber wegen meinen mangelnden Vietnamesischkenntnissen unterlies ich dies.
Dass man mit lautstarken Schreien bei jemanden, der neben einem sitzt und alles sehr gut versteht, nicht viel Positives erreichen kann, sollte klar sein.
Und dass ich es besser als sie habe, ist auch klar. Aber warum sollte es mir auch schlechter gehen? Wenn sie das wollen, warum versorgen sie mich?
Wenn man Gutes für sein Kind möchte, soll man sich bitte nicht darüber aufregen, dass es ihm dann auch gut geht.
Und dass ich schon beim Kochen und Arbeiten kaum helfe, heißt nicht, dass ich ihnen gar nicht geholfen habe. Jedoch geht mir immer und immer wieder dieser Gedanke durch den Kopf, dass ich das Ganze, sprich: Abitur und Studium, vorallem aus einem Grund mache. Ich möchte nicht so enden, wie es die supertolle vietnamesische Denkweise weitergibt. Ein neuer Ansporn?
Aber das geht jetzt glaube ich zu weit. Ich möchte das eigentlich nicht weiter thematisieren. Natürlich liebe dich meine Eltern und vorallem meinen Vater, jedoch eben nur aus diesem Grund. Engere Bindung sieht aber anders aus. Egal. Vielleicht hab ich mich nur sehr schlecht ausgedrückt. Vielleicht versteht es keiner. Aber ihr habts immerhin durchgelesen und reden hilft ja bekanntlich.
Nun zum eigentlichen Hauptpunkt.
Jeder von uns ist egoistisch. Mehr oder weniger. Das muss auch so sein. Es gehört zum Menschsein dazu. Jedoch hat das gewisse Grenzen, bis es als negativ gewertet wird.
Wenn ich mein Geld für mich behalte und nicht jedem Bettler gebe, dann ist das egoistisch, aber nicht weiter tragisch, da dieser auch andersweitig Hilfe bekommt. Es geht mir aber um die andere Seite. Wenn Egoismus heftigst seinen Raum erweitert und andere Gemüter erhitzt.
Jeder handelt mal egoistisch. Auch nicht schlimm. Ich bin ja auch kein Unschuldslamm. Aber wenn es immer wieder auftaucht und die betroffene Person es nicht einmal realisiert, finde ich es schlimm.
Und ja, das wird jetzt ein verdammter Lästereintrag. Ich will mich ja wie gesagt ausfrusten, sofern es das Wort gibt. Wenn nicht, dann isses mir auch egal. Dann gibts das jetzt.
Wenn diese Person also nur an das eigene Wohlergehen denkt und das der eigenen Freunde, die einem etwas bedeuten sollten, so ziemlich in den Hintergrund geraten, regt mich das ziemlich auf. Da wollte ich an dieser Stelle einfach nur sagen, dass ich so ein Verhalten (also eine Handlungsart über einen längeren Zeitraum) einfach nur unterbelichtet finde. Vom menschlichen Denken, ist hier wohl kaum zu reden. Das wars glaub auch schon. Wollte mich nur mal auslassen. Und einen Eintrag mit geringen Sinn schreiben. Haha. Oder auf spanisch: jajajajaja.
Jetzt reichts aber. Der rote Faden und die Ausführlichkeit fehlen zwar zum Großteil, aber auch egal jetzt.
Und achja: Wer sich hier angesprochen fühlt, weiß hoffentlich warum.
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"Aber wegen meinen mangelnden Vietnamesischkenntnissen unterlies ich dies."
AntwortenLöschenHier hätte ich nur alzu gern den Dolmetscher gemacht.Ich liebe solche Stellen.wo die Eltern denken,dass jetzt nichts mehr kommen kann und dann setzt man noch einen drauf.
Das Problem mit dem "als ich in deinem Alter war,konnte ich schon"-Satz kenne ich auch.Die Eltern fühlen sich richtig toll,wenn sie ihre alten Geschichten aus vor -knapp- 20/30Jahren herausholen und nochmal zum xten mal präsentieren.Nur muss man mal so ganz nebenbei vielleicht anmerken,dass ihr "Können" rein körperlicher Natur war und nicht geistiger.
Ich mache es kurz,zwar sind wir ihnen körperlich (Stärke,Ausdauer etc.) unterlegen,aber geistig können sie auf KEINEN FALL mit uns mithalten.Wer kann denn von ihnen behaupten,dass er sich mit Menschenrechtsfragen oder Stochastik je auseinander setzten musste?
Das ist meine Meinung dazu.
~..~ Eltern müssen immer in die Vergangenheit in die Gegenwart holen und maßlos übertreiben.
AntwortenLöschenSo sind eben die Viets. Widerspruch ist in deren Augen eine Beleidigung ... bei den meisten zumindest.