Freitag, 1. Januar 2010

Weihnachten - Liebe, Freude, Überfluss?

Ich werde mich diesmal kurz fassen.

Jeder von euch kennt Weihnachten. Abgesehen von den vielen verschiedenen Arten, wie man Weihnachten zelebriert, geht es im Grunde darum mit seinen Mitmenschen friedlich und freudig auszukommen. Nebenbei gibts noch leckeres Essen.
Friede, Freude, Eierkuchen.
Heute beschenkt man sich gerne, um anderen die Zuneignung zu zeigen.

Ich sehe das ganze ein bisschen anders.
Es gibt verschiedene Ansätze dafür, dies zu begründen.
Einerseits der Wertewandel von diesem Fest. So - und das wurde woanders schon sehr gut beschrieben - sind die Geschenke für viele ausschlaggebend und wichtig. Der eigentliche Kern wird aber nicht getroffen. Man sollte sich daher auf den eigentlich Kernpunkt besinnen und sich gar nichts schenken, da das Beisammensein und die Festlichkeit genug Geschenk sein sollten. Man sieht seine liebsten Freunde ja nicht jeden Tag, oder?
Oder auch, dass Weihnachten zum Teil einfach nur noch als kommerzielles Ereignis ausgenutzt wird.

Mein Ansatz ist jedoch ein ganz anderer, denn er ergibt sich aus meiner religiösen Einstellung.

Weihnachten ist eine christlich-jüdische Tradition. Ich fühle mich jedoch nicht dieser Religion zugehörig. Also feiere ich kein Weihnachten.
Klingt logisch oder?
Wieso sollte ich dann nach einer christlich-jüdischen Tradition leben, die ich nicht einmal selber mit mir vereinbaren kann? Ich meine, wenn ich ein gläubiger Christ wäre, dann ergäbe sich dieser Ansatz ja gar nicht (woran oder an was ich glaube, verrate ich nicht). Aber wenn ich etwas lebe, wohinter ich nicht stehe, dann lebe ich nicht authentisch. Nicht authentisch zu leben heißt einerseits sich selbst und andere zu belügen, aber auch sich selbst zu fesseln und einzuschränken. Man wird sich selbst als individuelles Wesen niemals so entfalten können, wie man es sonst könnte.
Die Konsequenz ist folglich einfach. Ich feiere kein Weihnachten. Heißt auch, dass ich keine Geschenke an Weihnachten verschenke.
Ich meine, der Ansatz des Zusammenseins und der Freude ist ja nicht zu verachten. Wieso sollte man sich also nicht einfach so mal zusammensetzen und sich beschenken? Ohne besonderen Anlass, nur weil man dem anderen zeigen möchte, dass man ihn mag. Oder muss man dies als ein notwendiges Übel an Heiligabend vollziehen, da es einen in der eigenen Schuld und Last so sehr bedrückt, dass man es sich nie verzeihen könnte, wenn der beste Freund kein Geschenk von einem bekommt?
Heißt im Grunde nichts Anderes als:
Wenn du nicht als religiöser Teil hinter Weihnachten stehst, dann lass es. Geschenke kannst du auch ein andermal schenken, es muss nicht zwangsweise an diesem einen Tag sein.
Nun, diese Erkenntnis kam mir jedoch erst neulich... nachdem ich schon für alle - aus einer alten Tradition heraus- Geschenke gekauft hatte. Also habe ich sie dieses Jahr noch verschenkt. Ab nächsten Jahr gibts keine Geschenke mehr zu Weihnachten.

Das ist jedenfalls meine Meinung. Ihr müsst ja nicht konform damit gehen.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen